Das Konzept der BONS AMIGOS

Unsere Ziele:

Ziel unserer Arbeit ist es, die hygienische und gesundheitliche Situation zum Wohle von Mensch und Tier zu verbessern und damit zu einer besseren Lebensqualität beizutragen. Das lässt sich durch die Schaffung einer kleineren und gesunden Hundepopulation erreichen, die selbst kein nennenswertes Infektionsrisiko mehr darstellt. Diese Tiere sind in der Lage und kräftig genug, das Einwandern kranker Tiere in ihr Revier zu verhindern.

 

Unsere Arbeit:

Die Arbeit der BONS AMIGOS besteht darin, die streunenden Hunde und Katzen gegen Parasiten zu behandeln und durch Kastrationen an der Vermehrung zu hindern. Die Tiere werden entwurmt, entfloht und gegen Räude behandelt. Das muss regelmäßig geschehen. Diesen Teil der Arbeit erledigen fast ausschließlich die kapverdischen BONS AMIGOS. Das Material dafür wird vom Verein zur Verfügung gestellt, der zu diesem Zweck in Österreich Spenden sammelt.

Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass jedes kranke oder verunfallte Tier eine Behandlung erhält. Deshalb führen die Bons Amigos eine ganzjährig geöffnete Tierklinik, in der jedes bedürftige Tier – egal ob herrenlos oder mit Besitzer - behandelt wird.

Das Operationsprogramm der BONS AMIGOS sieht vor, dass mehrmals jährlich in verschiedenen Bezirken der Stadt Operationskampagnen stattfinden, bei denen ein hoher Prozentsatz der dort lebenden Tiere kastriert wird.

Diese Arbeit wird unter Einbeziehung erfahrener TierärztInnen aus Österreich, Deutschland, Portugal und Brasilien durchgeführt. Seit Herbst 2014 ist permanent eine vom Verein angestellte Tierärztin aus Portugal vor Ort, die die Arbeit anleitet und überwacht.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Praia werden regelmäßig – meist während der Behandlungen ihrer Hunde und Katzen – darüber informiert, wie sie sich und ihre Tiere vor Parasiten schützen können.

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg dieser Arbeit ist die Unterstützung durch die Bevölkerung: Allein dadurch, dass gesündere Tiere nicht Ekel erregend aussehen, werden sie von den Menschen besser versorgt.

Darüber hinaus gibt das Behandlungsangebot der BONS AMIGOS den Menschen die Möglichkeit, selbst tätig zu werden, indem sie kranke oder verletzte Tiere zu einer kostenlosen Behandlung bringen können. So wird die Verantwortung der Menschen für die Tiere erhöht, was laut WHO ein wesentlicher Faktor des Erfolges von Programmen des „Dog Population Management“ ist. Das führt in weiterer Folge zu einer Verbesserung des Kontaktes zwischen Mensch und Tier und zur Reduktion der Anzahl an Tieren, für die sich niemand verantwortlich fühlt.

Es ist deshalb auch Teil der Arbeit der BONS AMIGOS, durch Information und unsere Angebote die Entstehung von „verantwortlichen Gemeinschaften“ (comunidades reponsaveis) zu propagieren und zu unterstützen, die sich für die Lösung der Probleme mitverantwortlich fühlen und in ihrem Bereich Verantwortung übernehmen und mit dem Verein zusammenarbeiten. Außerdem erübrigen sich die gefährlichen, brutalen, teuren und ineffektiven Vergiftungen. Das senkt das Risiko für die Menschen, verhindert das sinnlose und leidvolle Sterben vieler Tiere und spart überdies sogar der Stadtverwaltung Geld.

Auch von einem pädagogischen Standpunkt aus gesehen wirkt sich der Verzicht auf Vergiftungen positiv aus: Kinder müssen nicht mehr die Erfahrung machen, dass ihre Hunde, mit denen sie spielen, regelmäßig getötet werden. Sie erleben auch, dass man für schwächere Lebewesen Verantwortung übernehmen und ihnen dadurch helfen kann.

Langfristig verfolgen die BONS AMIGOS das Ziel, Ihre Arbeit in Kooperation mit der Stadtverwaltung weiter zu intensivieren und damit die durch die streunenden Tiere verursachten Probleme und das Leid der Tiere zu beseitigen.